Abitur in Berlin

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Allgemeines und Besonderheiten zum Abi

Mit der Versetzung in die Qualifikationsphase findet in unserer Hauptstadt der Unterricht nicht mehr im bekannten Klassenverband statt, sondern wird in Leistungs- und Grundkurse eingeteilt. Diese vier Halbjahre (HJ) bilden einen von zwei Blöcken, in dem ihr eure Punkte für den späteren Abischnitt sammeln könnt.

Ihr belegt in der Qualifikationsphase zwei Leistungskurse (LK), in denen ihr euch auch später prüfen lasst. Hinzu kommen zwei bis drei weitere Prüfungen, je nach dem ob ihr eine besondere Lernleistung hinzufügen wollt.

An Berliner Gymnasien wird das klassischen Kurssystem, in dem ihr einem Tutor zugeordnet werdet, erst in den letzten beiden Schuljahren eingeführt. Integrierte Sekundarschulen und berufliche Gymnasien bieten mit drei Jahren Oberstufe dagegen noch die Möglichkeit einer Einführungsphase.

Berlin ordnet das Fach Sport keinem Aufgabenbereich zu, sondern kategorisiert es selbständig.



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Kurswahl und Einbringungsverpflichtungen

In diesem ersten Block könnt ihr durch eure erbrachten Leistungen innerhalb der Kurse maximal 600 Punkte erreichen (was durchgängig einer 1+ oder 15 Punkte in allen Fächern entsprechen würde). In der Zusammensetzung spricht man von 240 Punkten in den Leistungskursen (LK) und 360 in den Grundkursen (GK).

Im sprachlich/literarisch/künstlerischem Bereich müsst ihr die Fächer Deutsch, sowie eine fortgeführte Fremdsprache in allen 4 HJ belegen und auch einbringen. Zwei aufeinanderfolgende HJ müsst ihr mindestens Kunst, Musik oder Darstellendes Spiel wählen; auch diese werden am Ende in die Abiturbewertung eingerechnet.

Im Bereich der Gesellschaftswissenschaften wird euch eure Schulen verschiedene Fächer anbieten. So bieten einige ihren Abiturienten Pädagogik, andere zum Beispiel das Fach Psychologie an. Eines davon müsst ihr über vier HJ belegen und einbringen.

Dazu müsst ihr zwei HJ lang Geschichte oder Politik wählen und auch werten lassen. Falls ihr diese Fächer schön für die 4 HJ gewählt habt, könnt ihr hier entsprechend etwas anderes nehmen.

Das Fach Mathematik aus dem dritten Aufgabenbereich ist während der gesamten Qualifikationsphase zu belegen und wird zudem verpflichtend gewertet. Von den drei Naturwissenschaften (Biologie, Physik und Chemie) müsst ihr eine wählen, für die das Gleiche gilt. Falls ihr zuvor Biologie als durchgängig belegte Naturwissenschaft belegt habt, dann müsst ihr in den ersten beiden HJ noch zusätzlich entweder Chemie oder Physik wählen, dessen Leistungen ebenfalls mitgerechnet werden.

In allen 4 HJ der Qualifikationsphase müsst ihr einen Sportkurs wählen. Hier gilt: Maximal drei Halbjahre dürfen davon gewertet werden, verpflichtend ist jedoch keines davon.

Erreicht ihr gegen Ende der vierten HJ alle Pflichtbelegungen, so werden eure bis dahin gesammelten Punkte zusammengezählt. Die Noten der HJ eurer Leistungskurse werden werden doppelt gewertet, euer drittes und viertes Prüfungsfach einfach.

Falls ihr keine besondere Lernleistung einbringen möchtet, zählt ihr nun auch die des fünften Prüfungsfaches dazu. Die übrigen acht Halbjahresleistungen setzen sich aus euren besten verbleibenden Kursen -wie zum Beispiel Sport- zusammen.

Um für die Abiturprüfungen zugelassen zu werden, müsst ihr mindestens 200 Punkte in diesem ersten Block erreicht haben. Aus den 24 Grundkursen dürfen nur Vier weniger als 5 Punkte haben (Unterkurse). Im LK-Bereich sind lediglich zwei solcher Unterkurse erlaubt. Zudem dürft ihr keine Pflichtkurse mit 0 Punkten abschließen.



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Schriftliche und mündliche Prüfungen

Innerhalb der Prüfungen könnt ihr insgesamt 300 Punkte erreichen, da alle erbrachten Noten vierfach gewertet werden.

Eure erste Prüfung legt ihr schriftlich ab. Geprüft wird entweder Deutsch, eine fortgeführte Fremdsprache, Mathe oder eine Naturwissenschaft, was eurem ersten LK entspricht. In der zweiten Prüfung wird euer zweiter LK abgefragt.

Bei der Wahl eures dritten, vierten und fünften Prüfungsfaches seid ihr frei. Das dritte wird schriftlich absolviert, das vierte hingegen mündlich. Im fünften könnt ihr entweder eine mündliche Prüfung ablegen oder eine besondere Lernleistung einrechnen lassen.

Generell gilt: alle drei Aufgabenfelder sind mit euren Prüfungsfächern abzudecken, wobei zwei von diesen Fächern Mathe, eine Fremdsprache oder Deutsch sein müssen.

In diesem zweiten Block müsst ihr mindestens 100 Punkte erreichen, wobei keine Prüfung mit 0 Punkten abgeschlossen werde darf.

Weitere Bedingungen

Rechnet ihr die Ergebnisse beider Blöcke zusammen, erhaltet ihr eure Gesamtpunktzahl. Um das Abitur zu bestehen, müssen von den 900 möglichen mindestens 300 Punkte erreicht werden. Dies entspricht dann einem Abischnitt von 4,0.

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